Review

kurz angerissen*

Wieso man unbedingt die wenig charismatische Hauptdarstellerin des ersten Teils zurückkehren lassen musste, ja wieso man überhaupt versucht, den Kreis zum Anfang zu schließen, erschließt sich kaum. „Apocalypse“, ohnehin ein bescheuerter Untertitel für einen Film, der auf isoliertem Terrain auf hoher See spielt, wirkt dadurch in seiner ganzen Haltung unnötig verkrampft.

Von den Mockumentary-Anfängen hat sich die Reihe zur Mitte des dritten Teils freigestrampelt; diesmal zeugen nur noch installierte Bordkameras von der Herkunft der Reihe, die sich ansonsten konventionell ihren Weg durch die engen Gänge des Schiffs bahnt. Wird das eigenwillige Set anfangs noch kaum genutzt, kommen die Faktoren Klaustrophobie und Ausweglosigkeit vor der Zombie-Seuche später besser zur Geltung. Ein paar solide Actionszenen wissen Thrill und Horror wenigstens nach dtv-Maßstäben gut zu vermischen, auch in Sachen Blutzoll und Ekelfaktor stellt der vierte Teil zufrieden, ohne Erwartungen zu übertreffen.

Dass man allerdings derart unsympathischen Figuren, egal welcher Seite sie angehören, so nah auf der Klette hängen muss, trübt eine Menge Spaß. Dass der Film seine eigene Mythologie trotz manch grotesker Szene (insbesondere jene um den Außenbordmotor) viel zu ernst nimmt, wertet seine handwerklichen Vorzüge weiter hinunter.

*weitere Informationen: siehe Profil

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